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Protokoll zum 11. Treffen der Bürgerinitiative


Schön sieht er aus, der Kayher Weihnachtsbaum vor der Kelter. Und kalt war es am Donnerstag Abend zum 11. Treffen der Bürgerinitiative. Doch das kann echte Kayh'er nicht abschrecken und so hatten wir wieder "volles Haus" im Ratssaal des Kayher Rathauses.

Es ging um die Ergebnisse der letzten Arbeitsgruppen der Initiative an diesem Abend und vier Teilergebnisse konnten vorgestellt werden:

  • Arbeitsgruppe 1 hatte das Thema "Rechtsform für den Ladenbetrieb übernommen"

  • Arbeitsgruppe 2 hatte das Thema "Businessplan, Investitions-, Kosten- und Umsatzplanung" mitgenommen

  • Arbeitsgruppe 3 hatte die Organisation der Teilnahme der BI am Kayher Weihnachtsmarkt am 26.11.2022 übernommen.

  • Arbeitsgruppe 4 hatte die Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg übernommen.

Folgende Ergebnisse wurden vorgestellt:

  1. Arbeitsgruppe 1: Rechtsform Hierzu fand am 22.11. ein Termin mit dem Steuerberater Mathias Hofmann aus Zell u.A. statt, hierzu waren von der BI Susanne Sauter, Werner Weippert und Heiko Voigt zugegen. Das Vorhaben der BI wurde vorgestellt, auch die Rahmenbedingungen für die Organisationsform wurden vorgestellt (einfache Gründung, begrenztes Budget, Flexibilität bei der Aufnahme neuer Mitstreiter). Vor diesem Hintergrund wurden die Rechtsformen GmbH, Genossenschaft und Verein verglichen und auch das Thema der Gemeinnützigkeit diskutiert. Der Rat von Herrn Hofmann war es, in unserem Fall mit einem nicht gemeinnützigen Verein zu starten, da dieser unsere o.g. Anforderungen sehr gut abdeckt und der BI die nötige Flexibilität erlaubt. Gemeinnützigkeit wird aus seiner Sicht mit einem Ladenbetrieb schwer zu erreichen sein. Die Empfehlung war daher die Gründung eines "normalen" Vereins, der den Betrieb des Ladens erlaubt.

  2. Arbeitsgruppe 2 - Businessplan Im Rahmen dieser Arbeitsgruppe trafen sich Hermann Horrer, Johannes Kolb von Schmackes Lebensmittel und Heiko Voigt an zwei Terminen im November im Kayher Rathaus. Dabei wurde zunächst das Geschäftsmodell des Ladens diskutiert und danach die betriebswirtschaftliche Seite erörtert (Investitionen, laufende Kosten, Personalkosten, Umsatzplanung und Rendite-Überlegungen). Am Ende steht ein Modell, mit dem der Betrieb des Ladens unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten möglich wäre. Die Grundüberlegung des Geschäftsmodells ist es, im Laden lediglich Waren auf Provisionsbasis zu verkaufen. Was bedeutet das? Der Laden kauft keine Waren selbst ein sondern vertreibt Produkte für Andere und bekommt dafür eine entsprechende Umsatzbeteiligung. Für uns hat dies mehrere Vorteile: wir benötigen keinen eigenen Einkauf, kein Lager, kein Bestellwesen und wenig Kapital für die Bestückung des Ladens mit Produkten. Wir stellen lediglich die Verkaufsfläche und die Verkaufslogistik. Nachteil dieses Modells ist es, dass die Margen für uns geringer sind - wir müssen also ein Betriebsmodell finden, das dies berücksichtigt und dennoch den Ladenbetrieb finanziert. Mit diesen Voraussetzungen wurde schnell klar, dass die ursprüngliche Idee, den Laden nur an wenigen Tagen mit Personal zu öffnen dies nicht erlauben würde. Wir benötigen daher eine neue Organisationsform - mehr Öffnungszeiten, weniger Personal. Dies kann mit einem SB-Modell realisiert werden, wie es auch Tante-M anstrebt. Der Laden wäre dabei mind. 6 Tage die Woche geöffnet, es gibt gewisse Service-Zeiten in denen Personal anwesend ist aber sonst ist der Laden für jedermann geöffnet und mit Selbstbedienung und Selbst-Bezahlung ausgestattet. Damit erreichen wir auch die Quadratur des Kreises - die geforderten langen Öffnungszeiten mit einer reduzierten Kostenstruktur. Die Investitionen belaufen sich nach diesem Plan auf ca. 30.000,00 EURO, die nun über verschiedene Optionen (Privatdarlehen, Spenden, Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse, etc.) eingeworben werden müssen. Weiterhin wurden monatliche laufende Kosten sowie Investitionsplanungen durchgeführt um einen Kapitalbedarf für die Gründung und den laufenden Betrieb zu ermitteln Modellrechungen dazu sowie zur Investitionsplanung finden sich auf dem Cloud-Speicher der BI zum nachlesen.

  3. Arbeitsgruppe 3 - Teilnahme am Weihnachtsmarkt Die Arbeitsgruppe 3 konnte tolle Ergebnisse vermelden - die Teilnahme der BI am Weihnachtsmarkt steht ! Es gibt einen Stand, ein Glücksrad mit Verlosung und ein Team für Auf- und Abbau sowie das entsprechende Standpersonal. Vielen Dank an Alle, die hier unterstützt haben und unterstützen - damit sind wir wieder einmal "sichtbar" und können unsere Planungen mit den Mitbürgern abstimmen.

  4. Arbeitsgruppe 4 - Wirtschaftsförderung Stadt Herrenberg Klaus Braitmaier und Heiko Voigt hatten einen Abstimmungstermin mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg. Generell gibt es von Seiten der Stadt aktuell keine Möglichkeit, Initiativen wie uns finanziell direkt zu fördern. Dies ist auch aufgrund der vielen Problemfelder der Gewerbetreibenden in Herrenberg (Energiekrise,etc.) nicht gerecht gestaltbar, daher muss die Stadt sich hier zurückhalten. Nicht-monetäre Unterstützung z.B. bei der Beantragung von Landesmitteln etc. unterstützt die Stadt sehr gerne - hier wurde auch bereits die erste Maßnahme umgesetzt - um uns für die Gründung des Dorfladens beraten zu lassen gibt es mit den "Beratungstalern" ein Modell vom Land Baden-Württemberg, bei dem die Kommune eine Initiative unterstützen (befürworten) muss. Dies wurde nun bereits umgesetzt - die Anträge sind unterwegs.

  5. Entscheidungen Aus den Ergebnissen der Arbeitsgruppen haben sich auch Entscheidungen ergeben:

  • Es wurde per Abstimmung beschlossen, den Weg über einen Verein weiter zu beschreiten. Dazu wurde eine neue Arbeitsgruppe gebildet, die sich dem Thema der Vereinssatzung annimmt.

  • Es wurde beschlossen, mit dem vorgestellten Betriebskonzept des Ladens weiter. zu planen, also 6-7 Tage die Woche geöffnet, SB-Betrieb zur Reduzierung der Personalkosten und Provisionsmodell. Hierzu wurde eine neue Arbeitsgruppe für die technische Ladenausstattung gebildet sowie eine Arbeitsgruppe, die die Gespräche mit Herrn Wunschik bzgl. des Ladens vorantreibt.

  • Als nächster Abstimmungstermin wurde der Donnerstag der 12.01.2023, wieder im Ratssaal des Kayher Rathauses festgelegt. Bis dorthin sollen die o.g. Arbeitsgruppen ihren jeweiligen Stand der Ergebnisse präsentieren.

  • Grobes Ziel der Eröffnung des Ladens soll Ende des 1.Quartals 2023 sein, ca. 1 Jahr nach Gründung der BI.

  • Es wurde beschlossen, Werbemassnahmen durchzuführen (Soft opening, House warming party) mit Glühwein und Bratwurst o.ä. im Laden, sobald dies möglich ist, um Interessenten zu gewinnen und ggf. Spenden einzuwerben.

Vielen Dank an alle, die an diesem Abend dabei waren und an diejenigen, die die Arbeit mit getragen haben - wir sind nun ein gutes Stück weiter und kommen mit großen Schritten voran. Ich freue mich, möglichst viele auf dem Weihnachtsmarkt in Kayh zu treffen !


i.A.

Heiko Voigt.

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